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Christliche Befreiungsbewegung /Movimiento Cristiano Liberación

Freitag, 9. Dezember 2011

Republik KubaMenschenrechtsaktivisten getreten, geschlagen und verhaftetRund 30 Demonstranten noch in Haft
Havanna/Frankfurt am Main (6. Dezember 2011) – Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurde am 2. Dezember eine Gruppe von etwa 50 Bürgerrechtlern in Palma Soriano in der Provinz Santiago de Cuba von der Polizei angegriffen und misshandelt. Die Bürgerrechtler schwenkten eine kubanische Flagge und skandierten „lang leben die Menschenrechte“, als sie von Polizisten mit Schlagstöcken attackiert, brutal geschlagen, getreten und anschließend in Busse gezerrt wurden. 31 der Demonstranten befinden sich momentan in Haft. Darunter auch José Daniel Ferrer Garcia und Angel Mayo Acosta, Mitglieder der „Gruppe 75“.
Die Menschenrechtsaktivisten trafen sich im Haus der kürzlich verhafteten Dissidentin Liudmila Rodriguez. Als sie das Haus verließen und „lang leben die Menschenrechte“ skandierten, wurden sie von der Polizei angriffen. Als einige der Nachbarn Partei ergreifen wollten, setzte die Polizei Pfefferspray ein, um diese zurückzudrängen. Einige der Demonstranten mussten medizinisch versorgt werden, bevor sie ins Gefängnis gebracht werden konnten. Sie hatten so viel Blut im Gesicht, dass Augenzeugen sie nicht identifizieren konnten.
José Daniel Ferrer Garcia, Vorsitzender der Dachorganisation „Patriotische Union Kubas“, und Angel Mayo Acosta, gehören der Gruppe jener 75 kubanischen Dissidenten an, die im März 2003 festgenommen und zu Haftstrafen zwischen sechs und 28 Jahren verurteilt wurden. Sie hatten sich geweigert, wie andere Mitglieder der Gruppe 75 als Bedingung für ihre Freilassung nach Spanien ausgewiesen zu werden, und befanden sich erst seit kurzem wieder auf freiem Fuß.
Wie die IGFM berichtet, sind Einschüchterungen und Gewalt gegen Bürgerrechtsaktivisten auch nach der Machtübernahme von Raúl Castro im Jahr 2006 an der Tagesordnung und haben sich teilweise sogar verschärft. Die IGFM weist in diesem Zusammenhang auf Ivón Mayes, Mitglied der Gefangenenhilfsorganisation Damas de Blanco (Damen in Weiß) hin, die am 30. November in Havanna bei Protesten gegen die Einparteien-Diktatur und die Lebensmittelrationierung verhaftet wurde. Seither fehlt von ihr jedes Lebenszeichen.

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