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Mittwoch, 29. Juli 2015

Interview "Der deutsche Außenminister hat uns sehr enttäuscht"(20.07.2015)

                 Jorge Luis García Vázquez im Gespräch mit Thielko Grieß

                 Deutschlandfunk

Jorge Vázquez kam Anfang der 80er Jahre als Dolmetscher für kubanische Vertragsarbeiter in die DDR. Später wurde er ausgewiesen, weil er die Spionage für den kubanischen Geheimdienst verweigert und Informationen über die Ausreise eines kubanischen Musikers eingeholt hatte. Es folgten Haft im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen, Ausweisung nach Kuba, Berufsverbot, Kontrolle und Gängelung durch die kubanische Polizei. Später wurde er aus Kuba ausgewiesen. Heute lebt er in Berlin, führt Besuchergruppen durch das ehemalige Gefängnis in Hohenschönhausen und arbeitet auch als Journalist.

Die Botschaftseröffnung der USA in Havanna bezeichnete Vázquez im DLF als "wichtigen Schritt für beide, die Ära der Konfrontation zu beenden". Solange die Brüder Castro noch am Leben sind, sei es noch ein weiter Weg. Raul Castro sei als Mitbegründer der Geheimpolizei für eine Repressionswelle zuständig, die bis heute andauere. Die neue Taktik des jüngeren Bruders sei es, Oppositionelle nicht mehr Jahre, sondern nur noch Wochen festzuhalten. Trotzdem seien nach Berichten von Oppositionsgruppen 2014 noch mehr als 8.000 Personen aus politischen Motiven festgenommen worden.

Von Besuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Kuba hatte sich Vázquez mehr erhofft. Er sagte, Steinmeier hätte zumindest einen Abgesandten mit kubanischen Oppositionellen sprechen lassen können. "Der Außenminister hat viele von uns sehr enttäuscht", so Vázquez. Dahinter stecke aber keine Feigheit, sondern politisches Kalkül.

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