Die Arbeitsgruppe "Demokratie für Kuba" wurde 2003 in Berlin gegründet.Wir setzen uns für die Freilassung der politischen Gefangenen und für die Unterstützung der kubanischen Opposition ein.
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Christliche Befreiungsbewegung /Movimiento Cristiano Liberación

Freitag, 17. Juni 2022

 


    https://www.washingtonpost.com/opinions/2022/06/16/give-me-liberty-book-excerpt-david-hoffman-oswaldo-paya-cuba/

YANDIER GARCÍA LABRADA

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YANDIER GARCÍA LABRADA

Der inhaftierte kubanische Menschenrechtler Yandier Garcia Labrada

Yandier García Labrada ist ein kubanischer Menschenrechtsaktivist, der bei der christlichen Befreiungsbewegung MCL aktiv ist. Am 6. Oktober 2020 wurde er gewaltsam von Polizisten festgenommen und inhaftiert, als er in einer Supermarktschlange für Lebensmitteleinkäufe anstand.

Inhaftiert wegen friedlichem Protest

Der kubanische Menschenrechtsaktivist Yandier García Labrada, geboren am 14. September 1983, wurde am 6. Oktober 2020 von Polizisten gewaltsam festgenommen, als er vor einem Supermarkt in der Schlange stand, um für sich und seine Mutter Lebensmittel zu besorgen. Seitdem sitzt er unter dem Vorwurf der „Aufruhr und Missachtung öffentlicher Ruhe“ ohne formelle Anklage oder Ermittlungsverfahren unschuldig im Gefängnis “El Tipico” in Las Tunas.

Unschuldig und unrechtmäßig inhaftiert

García Labrada ist seit 2015 für das Movimiento Cristiano Liberación (MCL – Christliche Befreiungsbewegung) in seiner Heimatstadt Manatí, Las Tunas, aktiv. Aufgrund seines Engagements wird er seit Jahren schikaniert und von den kubanischen Behörden verfolgt. Wegen seiner Aktivitäten wurde er bereits mehrfach für kurze Zeit inhaftiert. So wurde er beispielsweise im Februar 2017 auf dem Weg zur Arbeit für mehrere Stunden festgehalten, wobei ihm mit einer dauerhaften Inhaftierung gedroht wurde, sollte er sein Engagement fortführen. Seine Familie erfuhr erst drei Wochen nach seiner Festnahme vom 6. Oktober 2020 auf eigene Initiative hin von seiner Inhaftierung.

García Labradas Inhaftierung ohne Ermittlungsverfahren gegen ihn stellt einen Verstoß gegen nationale kubanische Strafverfahrensnormen dar. Seine Angehörigen waren aufgrund unzureichender finanzieller Mittel nicht in der Lage, bei den nationalen Behörden Klage einzureichen oder rechtliche Maßnahmen zu beantragen. Der kubanische Staat hat auch keinen kostenlosen Rechtsbeistand bereitgestellt. Wegen der COVID-19-Pandemie hat der Oberste Volksgerichtshof die “sofortige vorübergehende Einstellung laufender Verfahren” angeordnet, was die Bearbeitung von Strafverfahren ohne zeitliche Begrenzung zusätzlich verlangsamt.

In der Haft misshandelt

García Labrada wurde von den Behörden des Gefängnisses El Tipico geschlagen und körperlich misshandelt. Durch die Schwere der Schläge kann er seinen linken Arm nicht bewegen, trotzdem erhielt er keine medizinische Hilfe. García Labrada ist während seiner Inhaftierung großen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, da er Asthmatiker ist und häufig unter Atemwegsproblemen leidet. Seine Familie konnte ihm aufgrund der durch die Gefängnisbehörden unterdrückten Kommunikation lediglich Salbutamol-Spray, ein Medikament gegen sein Asthma, zur Verfügung stellen.

Außerdem durfte Yandier García Labrada während des ersten Monats seiner Haft weder Besuche empfangen noch Anrufe tätigen und war in Isolationshaft. Sein Bruder Yoanny, ebenfalls bei der MCL aktiv, wurde nach seinem Besuch stundenlang verhört und unter Druck gesetzt. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission, ein autonomes Organ der Organisation LATEIN-Amerikanischer Staaten, hat Kuba im Januar 2021 aufgefordert, Haftbedingungen gemäß geltender internationaler Standards für Yandier García Labrada zu garantieren.

Hintergrund: Versorgungslage in Kuba und willkürliche Festnahmen

Die 1962 von Fidel Castro eingeführte „libreta de abastecimiento“, kurz Libreta, teilt bis heute den Kubanern Lebensmittel zu. Das „Bezugsbüchlein“ fungiert als wirksamer Mechanismus zur Unterdrückung der Bevölkerung. Aktuell müssen Menschen auf Kuba stundenlang vor staatlichen Lebensmittelgeschäften Schlange stehen, um Grundnahrungsmittel oder Hygieneartikel kaufen zu können–oft aber vergeblich. So erging es auch Yandier García Labrada unmittelbar vor seiner Festnahme.

Die Unterdrückung und Verfolgung Andersdenkender ist in Kuba trauriger Standard. Auf der Karibikinsel werden seit 2012 jeden Monat hunderte Menschen willkürlich festgenommen, weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen wollen und weil sie Menschenrechte oder Demokratie fordern. Die Verhafteten werden von der kubanischen Staatssicherheit oder der Polizei fast immer misshandelt und bedroht, bevor sie in den meisten Fällen spätestens nach einigen Tagen wieder aus der Haft entlassen werden. Mit dieser Technik der Einschüchterung und Bedrohung soll die kubanische Demokratiebewegung zerschInformationen zu Menschenrechten in Kuba

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Haft des kubanischen Menschenrechtsaktivisten Yandier Garciá Labrada aufmerksam zu machen.

Yandier García Labrada wurde am 6. Oktober 2020 in Las Tunas aufgrund seines friedlichen Protests gegen die unzureichende Versorgung mit Lebensmitteln sowie gegen die mangelnde Versorgung mit Grundnahrungsmitteln festgenommen.

Der Versuch seines Bruders, Yoanne García, mehr über die ihm zur Last gelegten Vorwürfe bei der Polizei zu erfahren, scheiterte. Yandier García Labrada war in der Vergangenheit bereits mehrfach willkürlichen Zwangsvorladungen, Schikanen und Verhaftungen durch die kubanischen Sicherheitsbehörden ausgesetzt.

García Labrada ist während seiner Inhaftierung großen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, da er Asthmatiker ist und häufig unter Atemwegsproblemen leidet, weshalb er dringend medizinische Betreuung benötigt. Zudem hat er Probleme, seinen linken Arm zu bewegen und müsste ärztlich untersucht und versorgt werden. Die Gefängnisleitung weigerte sich aber wiederholt, ihm Medikamente oder medizinische Hilfe zukommen zu lassen.

Die Umstände seiner Verhaftung sowie die Verletzungen seiner Grundrechte als Gefangener verstoßen gegen internationale Mindeststandards für die Behandlung von Gefangenen.

Ich appelliere an Sie, sich für die sofortige und bedingungslose Freilassung von Yandier García Labrada einzusetzen. Außerdem appelliere ich an Sie, die Misshandlungen in einem transparenten Verfahren zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Zudem bitte ich Sie herzlich, mich darüber zu informieren, welche Schritte sie in dieser Sache eingeleitet haben.

Hochachtungsvoll,

Wie schreibe ich einen Appell?

 

   Der Spiegel

Montag, 30. August 2021

Carta al Parlamento Alemán/ Versión en Español.

 Al Bundestag

Parlamento Alemán 

 Comisión de Derechos Humanos y Ayuda Humanitaria del Parlamento Alemán 


Estimados miembros de la Comisión de Derechos Humanos, estimadas señoras y señores, 

les escribo para pedir su apoyo.  Cientos de manifestantes fueron arrestados y criminalizados como resultado de las protestas en Cuba.  Muchos de ellos han sido condenados en juicios sumarios, siguen detenidos o, según informes, se encuentran desaparecidos porque sus familiares no pueden visitarlos.

En este caso, les pedimos que apoyen nuestra campaña por la liberación de los presos políticos RAMÓN SALAZAR INFANTE, FRANCISCO ALFARO DIEGUEZ, LOISEL CASTRO HERRERA, JUAN LUIS SÁNCHEZ GONZÁLEZ y OSVEL BARZAGAS CLARO, miembros del grupo de oposición Partido Auténtico Pinero, PAP.

El 18 de julio el maestro YESNIEL DE LA OSA MIRANDA fue detenido  arbitrariamente ,de forma violenta y presentado en la televisión estatal como una "persona dispuesta a cometer actos vandálicos patrocinados por Estados Unidos".  Los miembros de su familia se quejan de que la Seguridad del Estado lo ha presionado para que se incrimine a sí mismo y que está detenido sin contacto con sus familiares.

El caso de RAMÓN SALAZAR es especialmente preocupante.  Está gravemente enfermo. Conversé telefónicamente con su hija DAYANIS SALAZAR el 9 de agosto . Ella me confirmó los informes sobre el precario estado de salud de su padre.

 El 12 de agosto el abogado Dr. SERGIO OSMIN FERNANDEZ PALACIOS presentó una denuncia ante el Grupo de Trabajo sobre Arrestos Arbitrarios de la Oficina del Alto Comisionado de las Naciones Unidas en Ginebra y ante la Comisión Interamericana de Derechos Humanos a favor de YESNIEL DE LA OSA. y RAMÓN SALAZAR.

Les agradezco de antemano cualquier apoyo que nos puedan brindar y me complace responder cualquier pregunta que puedan tener al respecto. 

Les pido amablemente que me informen sobre las gestiones que realicen en este asunto.

 Cordiales saludos

 Jorge L. García Vázquez 

 Berlín, 16 de agosto de 2021.  Grupo de Trabajo sobre Democracia para Cuba / Berlín

Arbeitsgruppe Demokratie für Kuba/ Berlin 


(Traducción  del texto al español de la carta  enviada en idioma alemán)

Montag, 25. Januar 2021

Oswaldo Payá und der Kampf für die Menschenrechte

 

Oswaldo Payá und der Kampf für die Menschenrechte in Kuba.

2003 verurteilte das Castro-Regime 75 Menschenrechtsaktivisten und unabhängige Journalisten zu langen Haftstrafen. Viele von ihnen unterstützten das Varela-Projekt, eine Initiative der christlichen Befreiungsbewegung, die ein Referendum fordert, das von der Bevölkerung stark unterstützt und international anerkannt wurde. Aus diesem Grund hat das Europäische Parlament Oswaldo Paya 2002 den Sacharow-Preis verliehen.
Mit der Machtübernahme durch Castro wurde auf Kuba – ähnlich wie in der ehemaligen DDR , eine Einparteien-Herrschaft errichtet, welche die Menschenrechte erst einschränkte, anschließend in Kern Bereichen abschaffte. Oppositionelle werden seit 1959 verfolgt, eingesperrt oder zum Tode verurteil. Unfreiheit, Bespitzelung und Verfolgung bewirken, dass in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Stagnation und Niedergang einzogen. Opposition und Wiederstand bestanden von Anbeginn, entwickelten sich und haben sich bis heute vertieft.
Seit den sechziger Jahren kritisierte Oswaldo offen die mangelnde Meinungs- und Religionsfreiheit und litt bis zu seinem Tod am 22.7.2012 unter Drohungen und ständiger Belästigung. Sein Kampf zielte zuerst darauf ab, die Kubaner von der Angst vor Repressalien, aber auch von der Angst vor Veränderungen zu befreien.
„Wir müssen uns auf unsere Zukunft einigen.“ Diese Worte von Oswaldo führen zur Reflexion und ebnen den Weg für einen nationalen Dialog.
Die schreckliche wirtschaftliche Situation und die systematische Unterdrückung haben Tausende Kubaner gezwungen, das Land zu verlassen, darunter sind auch viele Oppositionelle.
Eine neue Generation junger Regimegegner und unabhängiger Journalisten kämpft für die Demokratisierung. Die neue Oppositionsbewegung hat vielleicht eine eigene Dynamik oder Strategie entwickelt, aber ich bin sicher, dass der Samen, den Oswaldo gepflanzt hat, Früchte tragen wird und Kuba „frei und demokratisch wiedergeboren wird“.
Die Aktivisten der christlichen Befreiungsbewegung haben die Aufgabe, die Arbeit von Oswaldo fortzusetzen. Sie verdienen die moralische Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Man darf sie nicht vergessen.
http://botschafter-menschenrechte.de/?p=777
Jorge Garcia Vazquez
Arbeitsgruppe Demokratie für Kuba/ Berlin
Movimiento Cristiano Liberación