Die Arbeitsgruppe "Demokratie für Kuba" wurde 2003 in Berlin gegründet.Wir setzen uns für die Freilassung der politischen Gefangenen und für die Unterstützung der kubanischen Opposition ein . Christliche Befreiungsbewegung /Movimiento Cristiano Liberación

Sonntag, 22. Februar 2026

KUBA: 10 Jahre Haft 

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) über das kommunistisch regierte Kuba berichtet, wurde der angesehene Professor Ariel Manuel Martin Barroso (siehe Foto) wegen regimekritischer Graffitis zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Die IGFM weist darauf hin, dass Kuba bereits Anfang des Jahres 2026 einen traurigen historischen Rekord aufgestellt hat: Noch nie gab es so viele politische Gefangene auf der Karibikinsel – aktuell sind 1.207 politische Häftlinge bekannt. Von diesen seien 436 schwer erkrankt und 42 leiden unter psychischen Störungen, erhalten aber keine Medikamente.

Erst diese Woche (19.2.2026) kam es in dem Hochsicherheitsknast Canaleta in Ciego de Ávila aufgrund der katastrophalen Situation der Gefangenen zu einem Aufstand.

Valerio Krüger, Vorstandssprecher der IGFM, erklärt:

„Die Situation auf Kuba ist für die Menschen schon so katastrophal – stundenlange Stromausfälle, Lebensmittelknappheit und Infrastrukturprobleme stellen sie Tag für Tag vor immense Herausforderungen.

Wer sich dann noch öffentlich gegen das autoritäre Regime stellt, der muss zusätzlich noch Einschüchterung, Schikane, Misshandlungen und lange Haftstrafen fürchten.

Das Regime hat die digitale Überwachung seiner Bürger mittlerweile professionalisiert: Viele Menschen werden schon wenige Stunden nach dem Veröffentlichen bzw. Teilen kritischer Beiträge verhaftet. Die Menschenrechtsverletzungen der kubanischen Regierung nehmen ein Ausmaß an, das die internationale Gemeinschaft nicht länger hinnehmen darf.“

Der 42-jährige Ariel Barroso lehrte an der Universität von Sancti Spiritus und wurde im Februar 2025 festgenommen, weil er angeblich gegen Staatschef Miguel Díaz-Canel gerichtete Botschaften gemalt hatte. Agenten der Staatssicherheit hätten den renommierten Professor auf dem Campus beobachtet, wie die IGFM erfuhr.

Wie erst jetzt bekannt wurde, wurde er am 8. September 2025 vom Gericht der Provinz Villa Clara wegen „Propaganda gegen die verfassungsmäßige Ordnung und Missachtung“ zu einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren verurteilt. Zudem darf er nicht mehr als Dozent an Bildungseinrichtungen arbeiten und sich nicht mehr an seiner Universität 

Sonntag, 8. Februar 2026


 Kuba leidet unter der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, immer wieder fällt der Strom landesweit aus. Nach der Gefangennahme des Verbündeten Maduro durch die USA wächst der Druck aus Washington. Jetzt ist Havanna für Gespräche bereit - aber unter einer Bedingung.

https://www.n-tv.de/politik/Kubas-Praesident-erklaert-sich-zu-Dialog-mit-USA-bereit-id30331618.html

Samstag, 5. Juli 2025

 

Menschenrechtliche Lage im Iran

 Die menschenrechtliche Lage im Iran wurde im Juni 2025 maßgeblich durch einen beispiellosen Präventivschlag Israels und der Vereinigten Staaten geprägt, der zwischen dem 13. und 24. Juni umfassende Angriffe auf iranische Nuklear-, Raketen- und Militäreinrichtungen umfasste. Diese Eskalation stellte die schwerste militärische Konfrontation der letzten Jahre dar und markierte einen historischen Wendepunkt für das Regime in Teheran.

Am 24. Juni einigten sich Iran, Israel und die Vereinigten Staaten auf eine Waffenruhe, der diesen zwölftägigen Konflikt beendete. Die militärischen Operationen, benannt als „Ehrliches Versprechen 3“ (Honest Promise 3) durch die iranische Seite, „Mitternachtshammer“ (Midnight Hammer) durch die Vereinigten Staaten und „Aufsteigender Löwe“ (Rising Lion) durch Israel, forderten hunderte Menschenleben und führten zu massiven Zerstörungen insbesondere an der militärischen und nuklearen Infrastruktur der Islamischen Republik. Mehr als 20 hochrangige Generäle der Revolutionsgarden (IRGC) wurden getötet, zahlreiche Einrichtungen der IRGC zerstört, darunter auch bedeutende Teile des Atomprogramms. Israelische Streitkräfte erlangten während des Konflikts die vollständige Luftüberlegenheit über den iranischen Luftraum.

https://www.igfm.de/iran-monatsbericht-juli-2025/

Samstag, 14. Juni 2025

 

Oswaldo Payá und der Kampf für die Menschenrechte in Kuba.

2003 verurteilte das Castro-Regime 75 Menschenrechtsaktivisten und unabhängige Journalisten zu langen Haftstrafen. Viele von ihnen unterstützten das Varela-Projekt, eine Initiative der christlichen Befreiungsbewegung, die ein Referendum fordert, das von der Bevölkerung stark unterstützt und international anerkannt wurde. Aus diesem Grund hat das Europäische Parlament Oswaldo Paya 2002 den Sacharow-Preis verliehen.

Mit der Machtübernahme durch Castro wurde auf Kuba – ähnlich wie in der ehemaligen DDR , eine Einparteien-Herrschaft errichtet, welche die Menschenrechte erst einschränkte, anschließend in Kern Bereichen abschaffte. Oppositionelle werden seit 1959 verfolgt, eingesperrt oder zum Tode verurteil. Unfreiheit, Bespitzelung und Verfolgung bewirken, dass in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Stagnation und Niedergang einzogen. Opposition und Wiederstand bestanden von Anbeginn, entwickelten sich und haben sich bis heute vertieft.

Seit den sechziger Jahren kritisierte Oswaldo offen die mangelnde Meinungs- und Religionsfreiheit und litt bis zu seinem Tod am 22.7.2012 unter Drohungen und ständiger Belästigung. Sein Kampf zielte zuerst darauf ab, die Kubaner von der Angst vor Repressalien, aber auch von der Angst vor Veränderungen zu befreien.

„Wir müssen uns auf unsere Zukunft einigen.“ Diese Worte von Oswaldo führen zur Reflexion und ebnen den Weg für einen nationalen Dialog.
Die schreckliche wirtschaftliche Situation und die systematische Unterdrückung haben Tausende Kubaner gezwungen, das Land zu verlassen, darunter sind auch viele Oppositionelle.

Eine neue Generation junger Regimegegner und unabhängiger Journalisten kämpft für die Demokratisierung. Die neue Oppositionsbewegung hat vielleicht eine eigene Dynamik oder Strategie entwickelt, aber ich bin sicher, dass der Samen, den Oswaldo gepflanzt hat, Früchte tragen wird und Kuba „frei und demokratisch wiedergeboren wird“.
Die Aktivisten der christlichen Befreiungsbewegung haben die Aufgabe, die Arbeit von Oswaldo fortzusetzen. Sie verdienen die moralische Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Man darf sie nicht vergessen.

Jorge Garcia Vazquez
Arbeitsgruppe Demokratie für Kuba/ Berlin
Movimiento Cristiano Liberación

https://botschafter-menschenrechte.de/?p=777

Mittwoch, 12. Februar 2025

kUBA: DIE ZAHL DER TODESFÄLLE HINTER GITTERN STEIGT

 Camila Rodríguez, Menschenrechtlerin, im Gespräch über politische Gefangene in Kuba seit den ­Protesten 2021

»Die Zahl der Todesfälle hinter Gittern steigt«

In Kuba sitzen seit den vom Regime gewaltsam unterdrückten Protesten gegen die Regierung und für Freiheit, bessere Versorgung und Impfungen vom 11. Juli 2021, bekannt als »11J«, Hunderte unter miserablen Bedingungen in Haft. Die »Jungle World« sprach mit Camila Rodríguez, der Gründerin der NGO Justicia 11J, die aus dem mexikanischen Exil heraus Menschenrechtsverletzungen in kubanischen Haftanstalten dokumentiert und sich für die Familien der ­politischen Gefangenen und deren Freilassung einsetzt.