19.05.2026 08:00 Uhr
Drei Jahrzehnte nach dem tödlichen Abschuss zweier Kleinflugzeuge durch die kubanische Luftwaffe rückt der Fall erneut ins Zentrum: Die USA planen offenbar ein Strafverfahren gegen Ex-Präsident Raúl Castro.
Abbildung: Eine Cessna 337 Skymaster, ähnlich den Maschinen, die am 24. Februar 1996 von kubanischen MiGs abgeschossen wurden (Bildquelle: bomberpilot, Cessna 337, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY-SA 2.0)
Am 24. Februar 1996 verließ eine kleine Flotte von drei zivilen Kleinflugzeugen den Flughafen Opa Locka bei Miami. Die Maschinen gehörten der Gruppe Brothers to the Rescue (spanisch: Hermanos al Rescate), einer Organisation kubanischer Exilanten, die sich auf die Suche nach Flüchtlingen spezialisiert hatte, die auf selbstgebauten Flößen die gefährliche Überfahrt von Kuba in die USA wagten. Was als routinemäßiger Suchflug begann, endete in einer Tragödie, die drei Jahrzehnte später noch immer politische Wellen schlägt: Zwei der Flugzeuge wurden von einer kubanischen MiG-29 abgeschossen, vier Menschen kamen ums Leben. Nun könnte dieser Vorfall der Auslöser für ein beispielloses Strafverfahren gegen einen der mächtigsten Männer Kubas werden.

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