Die Arbeitsgruppe "Demokratie für Kuba" wurde 2003 in Berlin gegründet.Wir setzen uns für die Freilassung der politischen Gefangenen und für die Unterstützung der kubanischen Opposition ein . Christliche Befreiungsbewegung /Movimiento Cristiano Liberación

Montag, 25. Oktober 2010

Der Sacharow-Preis 2010 geht an den kubanischen Dissidenten Guillermo Fariñas
Menschenrechte − 25-10-2010 - 16:40
Allgemeines


Am Donnerstag, 21. Oktober, hat Parlamentspräsident Jerzy Buzek den Namen des diesjährigen Preisträgers des Sacharow-Preises für Menschenrechte verkündet: der kubanische Psychologe Guillermo Fariñas, 48, wird die mit 50000€ dotierte Auszeichnung erhalten. Der Preis soll ihm am 15. Dezember persönlich in Straßburg überreicht werden.

In der Laudatio sagte Buzek: "Guillermo Fariñas war bereit, seine Gesundheit und sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen, um damit in Kuba Druck auszuüben, so dass es zu Veränderungen im Lande kommt. Ich hoffe, dass ich ihm den Preis hier in Straßburg persönlich überreichen kann. Dies wäre dann ein großer Moment für das Europäische Parlament sowie für all kubanischen Gefangenen, die wegen ihrer Überzeugung im Gefängnis einsitzen."

Er fügte hinzu, dass er ebenso hoffe, dass die "Damen in Weiß" (Damas de Blanco), Preisträgerinnen des Sacharow-Preises 2005 aus Kuba, ebenso ihre Auszeichnung persönlich abholen werden können.

Guillermo Fariñas ist ein ehemaliger Soldat, der 1989 in Opposition zum kubanischen Regime gegangen ist und seine Mitgliedschaft in der kommunistischen Jugendbewegung aufkündigte. Als studierter Psychologe und Journalist gründete er die unabhängige Presseagentur "Cubanacán Press". Ein Hauptziel ihrer Arbeit war es - bis zu ihrer Schließung - die Weltöffentlichkeit über das Schicksal politischer Gefangener in Kuba zu informieren.

Freier Zugang zum Internet für alle

Im Jahr 2006 begann er einen Hungerstreik, um gegen die Zensur des Internets zu protestieren. Er forderte freien Zugang zum Internet für alle und wollte auf die Unterdrückung der Menschenrechte auf Kuba aufmerksam machen. Für seinen gewaltfreien Protest erhielt er 2006 den "Cyber-Freedom"-Preis der Organisation "Reporter ohne Grenzen".

Im Juli trat Guillermo Fariñas in den Hungerstreik, nachdem der politisch inhaftierte Orlando Zapata Tamayo an den Folgen seines dreimonatigen Hungerstreiks starb. Das Europäische Parlament verurteilte mit deutlichen Worten die Art und Weise, wie der Tamayo von den offiziellen Stellen behandelt wurde. Nach Aussage von Ärzten war Guillermo Fariñas selbst dem Tod nahe.

Zur Nominierung von Guillermo Fariñas sagten die Europa-Abgeordneten, die ihn vorgeschlagen haben, dass er ein leuchtendes Beispiel für alle Verteidiger von Freiheit und Demokratie sei.

Es ist bereits der dritte Sacharow-Preis, mit dem kubanische Dissidenten ausgezeichnet wurden, nach den Damen in Weiß (2005) und Oswaldo José Payá Sardiñas (2002).
http://www.europarl.europa.eu/de/pressroom/content/20101020IPR89528/

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Sacharow-Preis: Das Europäische Parlament zeichnete den kubanischen Dissidenten Guillermo Farinas mit dem Sacharow -Preis aus



http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio59756.html


Der kubanische Dissident Guillermo Fariñas ist diesjähriger Sacharow-Preisträger. Das Europäische Parlament ehrte ihn als "Kämpfer für Meinungsfreiheit und Demokratie" mit dem seit 1988 vergebenen Preis.


http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6134329,00.html?maca=de-aa-top-856-rdf


Menschenrechtsbeauftragter Löning gratuliert kubanischem Dissidenten Fariñas zu Sacharow-Preis

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Infoservice/Presse/Meldungen/2010/101021__MRHH__Sacharow__Preis__Farinas.html

Samstag, 18. September 2010

Juan Carlos Herrera Acosta spricht leise, oft mit brüchiger Stimme. Der schlanke 44-Jährige sitzt dabei fast starr auf seinem Stuhl. Er hält sich an den Lehnen fest, dann knetet er wieder seine Hände. Er ist freier Journalist und aktiv in einer ganzen Reihe von kubanischen Menschenrechtsgruppen. Sein Einsatz für Meinungsfreiheit und Menschenrechte hat ihn über zwölf Jahre ins Gefängnis gebracht. "Wenn ich das Gefängnis nenne, dann ist das ja eigentlich eine Beleidigung für jedes normale Gefängnis - ich sollte Vernichtungszentrum sagen."

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5988081,00.html

Donnerstag, 2. September 2010


Einladung zur IGFM-Pressekonferenz
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
IGFM - Deutsche Sektion e.V.
Borsigallee 9, 60388 Frankfurt am Main
Tel.: 069-420108-10 begin_of_the_skype_highlighting              069-420108-10      end_of_the_skype_highlighting Fax: 069-420108-33
eMail: presse@igfm.de, www.menschenrechte.de

Termin: Dienstag, 7. September 2010
Beginn: 10.00 Uhr
Ort: Jakob-Kaiser Haus, Raum 1.513, Dorotheenstraße 101, 10115 Berlin


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bisher sind 27 kubanische politische Gefangene seit dem 13. Juli 2010 aus der Haft in Kuba entlassen und zwangsweise nach Spanien abgeschoben worden. Aufgrund der Hungerstreiks von Orlando Zapata Tamayo (gestorben am 23. Februar 2010) und Guillermo Farinas Hernández sah sich das kubanische Regime gezwungen mit der katholischen Kirche Kubas über Freilassungen von politischen Gefangenen zu verhandeln. Stellen die Freilassungen der Dissidenten ein eindeutiges Zeugnis für die seit 50 Jahren ersehnte Demokratisierung des Landes dar? Sind sie nur ein weiterer taktischer Schachzug, mit dem die Demokratiebewegung geschwächt werden soll?

Die IGFM lädt Sie ein zu ihrer Pressekonferenz:

Haftentlassung politischer Gefangener in Kuba und die Haltung der EU-Staaten gegenüber dem Castro-Regime

Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung:

Juan Carlos Acosta, am 17. August 2010 aus der Haft entlassener politischer Gefangener, zur Zeit Madrid;

Sylvia Iriondo, Präsidentin der Nichtregierungsorganisation „Mothers Against Repression“ (M.A.R. - Mütter gegen Unterdrückung auf Kuba), Miami;

Janisset Rivero-Gutierrez, Nationale Sekretärin des „Directorio Democrático Cubano“, Miami;

Arnold Vaatz, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und ehemaliger politischer Gefangener der DDR, Berlin;

Dieter Dombrowski, MdL, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg und ehemaliger politischer Gefangener der DDR, Potsdam;

Martin Lessenthin, Sprecher des Vorstands der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Frankfurt am Main.

Montag, 30. August 2010

Kubaner in Haft

Fünf Männer, die einer pro-demokratischen Organisation in Kuba angehören, sind aufgrund ihrer politischen Überzeugungen und Aktivitäten inhaftiert worden. Sie werden seit dem 12. August von der Polizei festgehalten, und haben bislang keinen Zugang zu Anwält_innen. Es ist nicht bekannt, ob Anklage gegen sie erhoben wurde. Den Männern könnte ein unfaires Gerichtsverfahren drohen.

Am 11. August hielten sieben Mitglieder der Organisation Jugend für Demokratie (Jóvenes por la Democracia) in der Stadt Baracoa in der Provinz Guantánamo ein Treffen bei Nestor Rodríguez Lobaina, einem ihrer Mitglieder, ab. Zwei der Männer, Yordis García Fournier und Eriberto Liranza Romero, gingen zum Busbahnhof, um sich nach Rückfahrkarten zu erkundigen. Kurz nach Verlassen des Hauses wurden sie gegen Mittag von der Polizei festgenommen. Man hielt sie ohne Anklageerhebung bis zum 16. August fest.




http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-186-2010/kubaner-haft?destination=node%2F5309

Mittwoch, 25. August 2010

Studenten in Havanna verhaftet

[headlines] Kuba: Castro-Regime lässt Studenten verhaften



2010-08-20 08:09:59

Havanna / Frankfurt am Main (20. August 2010) – Wie jetzt bekannt wurde, sind am 16. August 2010 fünf kubanische Studenten während eines Protestes vor der Universität Havanna von einer Polizeieinheit verhaftet worden. Dies teilte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt mit. Die Studenten hatten sich am Morgen in der Universität Havanna versammelt und riefen ihre Kommilitonen auf, sich friedlich für Menschenrechte in Kuba einzusetzen, so die IGFM. Nur wenige Minuten nach dem gewaltlosen Protest wurden fünf der studentischen Aktivisten verhaftet: Sara Martha Fonseca Quevedo, Luis Enrique Labrador Díaz, Eduardo Pérez Flores, Yordanis Martinez Carvajal und Michel Rodríguez Luis. Die in Haft verbliebenen drei Studenten werden ohne Kontakt zur Außenwelt gefangen gehalten. Ihr Haftort ist nicht bekannt.

weitere Informationen:

http://www.hrea.org/index.php?base_id=2&language_id=8&msg_id=18031